Die Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft, aber auch unsere Wirtschaft vor eine harte Bewährungsprobe. Unser Geschäftsführer Wolfgang Schilling gibt in der Horizont Tipps rund ums Onlinemarketing, die Sie unterstützen sollen, erfolgreich durch die Krise zu navigieren.

Die Informationen und Prognosen rund um das Coronavirus prasseln derzeit auf uns ein wie ein Starkregen. Was die wirtschaftliche Perspektive anbelangt, sehen die einen in Zeiten von geschlossenen Geschäften einen nachhaltigen Push für den Online-Handel, die anderen eine Rezession mit düsteren Szenarien für alle Beteiligten. Zugegebenermaßen straft die Coronakrise in erster Linie diejenigen ab, die den digitalen Wandel bisher verschlafen haben. Welche Konsequenzen für Ihr Business eintreten hängt aber auch davon ab, wie Sie auf die sich veränderten Erfolgsfaktoren reagieren. Wer sich schneller und besser an die neuen Rahmenbedingungen anpasst, wird eher erfolgreich sein. Unsere Empfehlung: Bleiben Sie aktiv, mutig und entscheidungsfreudig. Was es im Onlinemarketing zu beachten gilt, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Machen Sie sich das veränderte Konsumverhalten zu Nutze

Die Not macht erfinderisch. Zurzeit wird alles digitalisiert, von Fachmessen und Konferenzen über Konzerte in der Elbphilharmonie bis zur virtuellen Stadionwurst in Berlin. Das kontaktlose Bezahlen erlebt seinen Durchbruch, Online-Lebensmittelhändler, die bisher mit mangelnder Akzeptanz für ihr Angebot kämpften, können sich vor Aufträgen kaum retten. Das (Konsum)verhalten der Menschen hat sich schlagartig verändert, bedingt durch unsere eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Angst, sich im öffentlichen Raum anzustecken.

Millionen von Menschen bleiben in diesen Tagen und Wochen zuhause und arbeiten, lesen, spielen, hören Musik oder streamen Videos – alles online. Der Anstieg von Suchanfragen und Traffic belegt das eindrücklich. Was bedeutet das für Sie als Advertiser? Jetzt ist die Chance gekommen, diese Menschen über Onlinemarketing anzusprechen und neue Zielgruppen mit Ihrer Marke in Kontakt zu bringen. Mangels Alternativen wagen sich viele Menschen erstmals ans Online-Shopping, andere bestellen erstmals online Produkte, die sie bisher immer im Ladengeschäft gekauft haben. Das kann Ihre Chance sein, Traffic auf Ihren Onlineshop zu bringen und neue Kunden von Ihrem Angebot zu überzeugen.

Der durch die Coronakrise erzwungene Bruch mit gewohnten Verhaltensmustern wird teilweise über die akute Phase der Krise hinaus Bestand haben. Wer einmal Lebensmittel online bestellt hat und gute Erfahrungen damit gemacht hat, wird dies vermutlich wieder tun. Corona ist ein Katalysator, der die Balance zwischen Online und Offline weiter in Richtung Digital verschiebt, vermuten daher viele Experten.

Prüfen Sie Service und Kommunikation mit der Corona-Brille

Von einem möglichen, nachhaltigen Push für den Online-Handel einmal abgesehen ergeben sich auch kurzfristige Chancen – nicht nur für derzeit stark nachgefragte Güter aus den Bereichen Gesundheit, Food & Grocery. Denkt man etwas weiter, können auch Produkte hilfreich für die Menschen sein, die auf den ersten Blick nicht direkt im Kampf gegen Corona unterstützen. Ein gutes Beispiel ist die Home-Office-Offensive in der Elektronic Consumer Branche. Ein anderes Beispiel ist der Verkauf von Trainingsgeräten, um sich in den eigenen vier Wänden fit zu halten.

Unser Tipp: Prüfen Sie, in wie fern Ihre Marke und Produkte den Menschen in der aktuellen Situation behilflich sein können. Grundsätzlich gilt es natürlich zu beachten, dass die Kommunikation der Situation angemessen erfolgen sollte. Sowohl im organischen, als auch im bezahlten Bereich, sollten Sie Ihre Botschaften auf den Prüfstand stellen. Die Verbraucher sind aktuell äußerst sensibel und haben kein Verständnis für Botschaften, die den Ernst der Lage scheinbar missachten oder gar missbrauchen. KFC stoppte beispielsweise seine „Finger Lickin‘ Good“ Kampagne, die in Großbritannien für Empörung sorgte.

Aktuell punkten Unternehmen, die transparent und schnell informieren, auf was Verbraucher sich einstellen müssen. Ob Öffnungszeiten, Lieferzeiten, verstärkte Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen oder der Tatsache, dass alles ist wie üblich: Machen Sie dem Verbraucher klar, dass Sie Herr der Lage sind und korrigieren Sie gegebenenfalls Erwartungen, die Sie momentan nicht erfüllen können. Für Omnichannel-Händler gilt es, alle Kommunikationshinweise zu entfernen, die in Richtung Store deuten und sich verstärkt auf ein Wording in Richtung „bequem online bestellen“ zu fokussieren. Zu empfehlen sind außerdem verlängerte Rückgabezeiten. Diese Maßnahme nimmt vielen Endverbrauchern im Falle einer Quarantäne oder gar Ausgangssperre die Angst, es nicht innerhalb von zwei Wochen zur Post zu schaffen.

Bleiben Sie mit Ihren Kunden in Kontakt

Die Konsequenzen der Coronakrise auf das Business reichen derzeit von A bis Z. Während einige Branchen durch die Decke gehen, gibt es natürlich auch solche, deren Umsatz in den vergangenen Tagen zurückging oder gar einbrach. Von der Nachfrage einmal abgesehen gibt es vielerorts natürlich auch Probleme, das Angebot aufrechtzuerhalten. Unabhängig davon, welchen Effekt die Coronakrise kurzfristig auf Ihr Geschäft hat, lautet unsere Empfehlung: Bleiben Sie als Marke präsent und auf jeden Fall in Kontakt mit ihren (potentiellen) Kunden.

Statt Maßnahmen auf Eis zu legen, sollten Sie Marketing-Ziele gegebenenfalls neu priorisieren. Ein Beispiel aus der Automobilbranche soll das verdeutlichen: Die Anfragen nach Probefahrten sind vollständig eingebrochen. Der Traffic auf die Konfiguratoren ist davon jedoch nicht betroffen. Deshalb wird der Fokus darauf gelegt, diese User zur Newsletter-Anmeldung zu bewegen, in den Sales-Funnel zu bringen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederanzusprechen.

China vermeldete am vergangenen Donnerstag erstmals einen Tag ohne Neuinfektion und der Handel scheint in Fernost wieder Fahrt aufzunehmen. Auch in Europa wird dieser Tag kommen und die Nachfrage wird sich normalisieren. Sie sollten davon nicht überrascht werden, sondern heute beginnen, sich darauf vorzubereiten, indem Sie bei Ihren Bestandskunden im Relevant Set bleiben und die Chancen ergreifen, Neukunden anzusprechen. Selbst wenn die Kaufbereitschaft Ihrer Kunden in den kommenden Tagen unterdurchschnittlich ist, können Ihnen die jetzigen Aktivitäten einen Vorsprung verschaffen, der Sie nach vorne bringt, wenn wieder Normalität einkehrt.

Die Coronakrise stellt unsere Geschäftsmodelle auf die Probe

Wie schwer die Coronakrise ein Unternehmen trifft, hängt unter anderem von der Branche ab, aber vor allem vom Grad der Digitalisierung des Angebots. Wer online bisher nicht aktiv war oder den Kanal vernachlässigt hat, gehört zu den Verlierern. Viele Experten sind derselben Meinung: Corona könnte ein Katalysator sein, der die Balance zwischen Online und stationärem Handel weiter in Richtung der digitalen Services verschiebt. Omnichannel-Händler, die ihren Onlineshop bisher nur zögerlich vorangetrieben haben, werden ihre Strategie angesichts der aktuellen Erfahrungen vermutlich überdenken. Auch wenn wir alle lieber auf Corona verzichtet hätten, möchten wir Sie frei nach John F. Kennedy dazu ermutigen, beide Seiten der Medaille zu sehen: „Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“


Was wir tun, um Sie zu unterstützen

Was Sie aktuell für Ihre Kunden tun sollten, tun wir auch für Sie: Verständnis für die Lage aufbringen, so gut wie möglich auf die sich veränderten Bedingungen und Bedürfnisse reagieren und proaktiv Lösungen anbieten. Unsere Account Manager stehen in ständigem Austausch mit Ihren Ansprechpartnern auf Kundenseite, um Kampagnen den Umständen entsprechend anzupassen und gemeinsam Lösungen zu finden, wo Probleme auftreten.

Wir sind mit unseren über 100 Mitarbeitern und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten bestens gerüstet, auch in den kommenden Wochen die gewohnte Performance zu liefern.

Es gibt kein Playbook für Zeiten wie diese, zumal die Ausgangslage für jedes Unternehmen unterschiedlich ist. In jedem Fall gilt es, aktiv und mutig zu sein, um das Heft des Handelns trotz der Umstände in den eigenen Händen zu behalten. Zögern Sie in nicht und kontaktieren Sie uns bei Unsicherheiten, Fragen oder Problemen, damit wir Lösungen finden und die Coronakrise gemeinsam bewältigen!