Sieben SEO-Tipps zur Optimierung von Bildern

Bilder sind ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Wie sollen wir ein Bild im Optimalfall bereitstellen? Welche Auswirkungen haben Bildgröße, Titel, Dateigröße auf das SEO-Ranking? Diesen Fragen fühlen wir auf den Zahn.

„Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild“. Wie zutreffend diese Aussage von Leonardo Da Vinci ist, sieht man, wenn man sich eines seiner berühmten Werke bedient und in einer Suchmaschine „Mona Lisa“ eingibt. Google scheint ganz genau zu wissen, nach was wir suchen. Wir erkennen es nicht etwa am Wikipedia-Eintrag und dem damit einhergehenden Text, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „augenblicklich“ an den Abbildungen des berühmten Gemäldes, das in Form eines sogenannten „Knowledge-Graphs“ eingeblendet wird.

Das Gemälde ist zwar in verschiedenen Ausführungen und mit teilweise großen Farbunterschieden im Netz zu sehen. Dennoch ist uns sofort klar, dass es sich um das Gemälde der Mona Lisa handelt. „Ein Bild ist ein Gedicht ohne Worte“, sagte Quintus Cornificius. Aber wie kann die Suchmaschine, welche textbasiert arbeitet, dieses „Gedicht“ lesen, ohne dass Worte vorhanden sind?

Nun, die simple Antwort darauf lautet: Lernen. Wir alle bringen es dieser künstlichen Intelligenz (KI) bei, indem wir zum Beispiel Bilder, die wir online stellen, mit einer Beschreibung versehen. Es kann sich um den Dateinamen, den in der Nähe des Bildes befindlichen Text oder auch die Meta-Angaben handeln. Die KI liest dieses Bild samt Beschreibung aus und vergleicht, ob sich die Datei bereits in der eigenen Datenbank befindet. Zudem ist die KI mittlerweile recht gut darin, Inhalte direkt aus einem Bild auszulesen. Wer Lust hat, kann die Bilderkennung von Google auf der Vision und KI-Seite ausprobieren.

Im Umkehrschluss bedeutet das, je präziser wir unsere Bilder beschreiben und betiteln, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Suchmaschine bei einer entsprechenden Suchanfrage genau unsere Bilder als Ergebnis liefert. Welche Faktoren sind also dafür verantwortlich, ob und wie Bilder in den Suchergebnissen positioniert werden? Wie sollen wir ein Bild im Optimalfall bereitstellen? Welche Auswirkungen haben Bildgröße, Titel, Dateigröße und welche Faktoren spielen noch eine Rolle?

Schlüsselfaktoren der SEO-Bildoptimierung

Es gibt verschiedene Faktoren, die unterschiedlich starken Einfluss auf die Bilderrankings haben. Wir wollen uns die Wichtigsten genauer ansehen.

  1. Dateiname: In der Vergangenheit war der Dateiname bei Bildern einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Es wurde zumeist empfohlen, einen sprechenden Dateinamen zu vergeben. Auch wenn dieser Faktor mittlerweile an Bedeutung verloren hat, so bleibt es dennoch weiterhin empfehlenswert, sprechende Dateinamen zu vergeben und diese so zu wählen, dass sie möglichst exakt die Inhalte des jeweiligen Bildes beschreiben. Als Trennzeichen zwischen den Begriffen ist ein Bindestrich einem Unterstrich vorzuziehen.
  2. Alt Text: Der alternative Text dient dazu, Inhalte auszugeben, wenn eine Bilddatei nicht geladen werden kann. Er ist zudem sehr hilfreich bei Besuchern mit Sehbeeinträchtigungen, beispielsweise wenn die Inhalte einer Webseite durch sogenannte Screen-Reader vorgelesen werden.
    Das schafft natürlich die Notwendigkeit, Bilder über den Alt-Text so knapp und präzise wie möglich zu beschreiben. Bei der Pflege von Alt-Tags empfiehlt es sich, eine maximale Zeichen-Länge von 125 nicht zu überschreiten – längere Alt-Texte können von gängigen Screen-Readern nicht komplett ausgelesen werden.
  3. Title-Tag oder Bildtitel: Bilder können zudem mit einem Meta-Titel versehen werden. Diese Metrik ist für das Ranking irrelevant, da sie von der Suchmaschine nicht gecrawlt wird. Trotzdem können Meta-Titel dem Seitenbesucher helfen, da sie angezeigt werden, wenn Nutzer mit der Maus über das Bild fahren.
  4. Dateigröße: Um eine bestmögliche User-Experience zu gewährleisten, sollten Bilder eine sehr gute Qualität aufweisen. Die Auflösung der Bilder ist dafür verantwortlich, dass Nutzer unsere Seite als professionell empfinden, was die Wirkung der Seite oder gar die Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Dabei muss jedoch immer auf die Dateigröße der Bilder geachtet werden: Je größer das Bild, desto höher wird die Ladegeschwindigkeit der gesamten Seite. Da die Ladezeit die Platzierung einer Seite in den organischen Ergebnissen beeinflusst, sind komprimierte Bilddateien sehr wichtig.
  5. Relevanz: Aus SEO-Sicht ist eine Seite inhaltlich optimal, wenn sie einen klaren Keyword-Fokus hat. Im Idealfall ergänzen Bilder den Inhalt der Seiten, auf denen sie platziert sind. Dies dient einer genaueren thematischen Zuordnung der Seite durch die Suchmaschine sowie einer besseren User-Experience. Bilder, welche sich um textlichen Content herum befinden, lockern das Leserauge auf und Suchmaschinen können den thematischen Fokus der Seite besser identifizieren.
  6. Markups: Mit Hilfe von strukturierten Daten wie schema.org können die Inhalte einer Seite von Suchmaschinen besser ausgelesen und verstanden werden. Diese Daten erleichtern nicht nur das Crawling, sondern auch die thematische Zuordnung. Auch Bilder sollten daher vor allem im Falle von Produkt- und Rezept-Seiten mit strukturierten Daten versehen werden.
  7. Bilder-Sitemaps: Eine weitere Methode, Suchmaschinen mehr Informationen zu Bildern bereitzustellen, sind sogenannte Bilder-Sitemaps. Hierbei handelt es sich um XML-Sitemaps, in der Pfade zu Bildern statt zu HTML-Seiten aufgelistet sind. Ist die Image-Sitemap gepflegt, erfasst und indexiert die Suchmaschine alle relevanten Bildinhalte der Website. Mittels Bild-Tags können zu jedem Bild weitere Merkmale wie zum Beispiel der geographische Standort übermittelt werden.

Fazit: Der Inhalt eines Bildes sollte stets die Aussage unterstreichen, die die Website oder einzelne Seiten treffen möchte. Verständliche Grafiken, welche von Desktop-PCs über Smartphones keine Details verschlucken (z.B. wegen schlechter Komprimierung der Dateigröße) überzeugen User und Suchmaschinen. Das Unterbringen von wertvollen Details im Alt-Tag ist ein wichtiger Aspekt im Bilder-SEO, für die persönliche Verwaltung sind auch sinnvolle und nachhaltige Dateinamen hilfreich. Bilder-Skalierung, gepaart mit einer grandiosen Auflösung, perfektioniert die SEO-Arbeit. Nicht nur Suchmaschinen, sondern vor allem Nutzer, werden Ihnen hervorragende Inhalte, in Text und Bild, danken.

Daniel Elsässer

27.11.2019

von Daniel Elsässer

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